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Mwanajuma
Geburtstag
Tuesday, 28. November 1995Vorgeschichte
Es fällt schwer ‘Nein’ zu sagen wenn Kinder in Not sind. Daher haben wir am 26. November 2008 entschieden weitere vier Kinder aufzunehmen. Auch um zu verhindern dass sie getrennt und auf verschiedene Kinderheime verteilt werden. Da es in den Kinderzimmern immer enger wird, treiben wir nun mit aller Macht die Einrichtung des Mädchenhauses voran und hoffen, dass im Januar die ersten Mädchen umziehen können.
Mwanajuma (13 Jahre), ihr Bruder Ibrahim (12 Jahre) und ihre Cousins Micky (7 Jahre) und Juma (6 Jahre) lebten nach dem Tod der Mütter zunächst bei ihrer Grossmutter, die erneut heiratete und die Kinder eigentlich gar nicht bei sich haben wollte. Auch wurde uns erzählt sie hätte Mwanajuma zur Prostitution zwingen wollen. Später lebten sie bei einer Verwandten im Lepradorf. Dabei handelt es sich um eine kleine Gemeinschaft ehemaliger Leprakranker und ihrer Familien innerhalb unseres Dorfes Msambweni. Da diese Verwandte jedoch mit ihren durch die Lepra verkrüppelten Händen kaum arbeiten kann (wir sehen sie regelmässig in Mombasa beim Betteln), musste Mwanajuma viel auf dem Feld arbeiten und war immer für das Kochen zuständig. Es hat so wie es aussieht nur Ibrahim die Schule besucht.
Es dauerte Stunden die 4 Kinder einzusammeln, und es musste sogar die Polizei eingeschaltet werden, da eine Frau, bei der sich einer der Jungen aufhielt, uns angreifen wollte. Jetzt sind sie aber alle wohlbehalten bei uns, und wir können ihnen nun endlich die Versorgung zukommen zu lassen die sie dringend benötigen. Wie bei Mary mussten unzählige Maden an den Füssen und Händen entfernt werden, und auch sonst waren die Kinder in keinem sonderlich guten körperlichen Zustand. Alle vier Kinder hatten infektiöse Wunden am ganzen Körper.
Werdegang
Juli 2009: Nachdem uns Mwanajuma zu Beginn immer Krampfanfälle vorgespielt hat, die immer dann auftraten wenn ihr irgendetwas nicht passte, hat sie sich zwischenzeitlich sehr gut bei uns eingelebt. Sie gehört zu den ruhigeren Kindern, hat eine sehr angenehme Art und man hört Michelle vor Freude kreischen wenn sie mit ihr spielt. Sie wurde zunächst in die 3. Klasse eingeschult und nach den Sommerferien sehen wir dann weiter.


