Hope

Am 6. Mai 2016 bekam unser Team in Kenia wieder einmal einen Anruf vom örtlichen Jugendamt. Ein Baby in Diani, ca. 2 Wochen alt, würde dringend Hilfe brauchen.

Die Mutter, 28 Jahr alt, wollte nach der Geburt, welche zuhause stattfand, das Kind beim Jugendamt abgeben, da es nicht gewollt sei.

Am 6. Mai 2016 bekam unser Team in Kenia wieder einmal einen Anruf vom örtlichen Jugendamt. Ein Baby in Diani, ca. 2 Wochen alt, würde dringend Hilfe brauchen.

Die Mutter, 28 Jahr alt, wollte nach der Geburt, welche  zuhause stattfand, das Kind beim Jugendamt abgeben, da es nicht gewollt sei. Das Jugendamt hat daraufhin noch 2 Wochen lang versucht, das Verhältnis von Mutter und Kind zu stärken, in der Hoffnung, dass die Mutter eine Beziehung zu ihrem Kind aufbaut und Gefühle für ihr Kind entwickelt. Jedoch ohne Erfolg. Da die Mutter in dieser Zeit mehrmals drohte das Baby auszusetzen, wurde schlussendlich auch die Polizei informiert. Am 6. Mai eskalierte dann die Situation. Die Mutter drohte beim Jugendamt, dass wenn sich bis zum Abend niemand für das Kind findet sie es umbringen wird.

Eine Mitarbeiterin von Nice View ist daraufhin nach Diani um sich die Situation anzuschauen und ging mit dem Kind zunächst einmal in eine Klinik (dies war das erste Mal, dass das Kind überhaupt in einer Klinik war). Nach langen Diskussionen mit der Mutter, den Mitarbeitern vom Jugendamt und der Polizei waren alle einig, dass das kleine Mädchen nicht bei ihrer Mutter bleiben kann. Denn ein jeder hatte das Gefühl bzw. die Angst, dass sie sie wirklich umbringen wird.

So kam Hope (=Hoffnung), deren Mutter ihr keinen Namen gegeben hatte, am 6. Mai nach Nice View.

Dezember 2020:

Bei Hope wurde, als sie nach Nice View kam, aufgrund von Blutwerten eine Infektion festgestellt, die mit Antibiotika behandelt werden musste. Da auch noch ein starker Durchfall hinzukam, war Hope daher ein paar Tage im Krankenhaus von Msambweni.

Seither erfreut sich Hope bester Gesundheit und ist ein sehr großes und kräftiges Kind. Sie ist sehr lebhaft, tanzt und singt für ihr Leben gern.

Im Kindergarten, den sie bereits seit einer Weile besucht, hat sie viele Freunde gefunden.

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