Jamila

Am 10. Oktober 2014 wurde ein ca. 2-1/2 jähriges Mädchen, zumindest vorübergehend, in unsere Obhut gegeben. Sie hat aufgrund von Verbrennungen, die vermutlich nicht oder nicht richtig behandelt wurden, schlimme Narben. Durch den Narbenwulst am Kinn, kann sie nicht einmal den Mund richtig schließen.

Am 10. Oktober 2014 wurde ein ca. 2 1/2 jähriges Mädchen, zumindest vorübergehend, in unsere Obhut gegeben. Sie hat aufgrund von Verbrennungen, die vermutlich nicht oder nicht richtig behandelt wurden, schlimme Narben. Durch den Narbenwulst am Kinn, kann sie nicht einmal den Mund richtig schließen.

Als sie ca. 5 Monate alt war, ist eine Kerosinlampe umgefallen, und die Matratze auf der sie lag, hat Feuer gefangen. Sie war zu diesem Zeitpunkt alleine, ihre Mutter war nicht daheim, und wurde von Nachbarn gerettet.

Ihre Mutter ist nicht interessiert an ihr und das Jugendamt wird sicherlich demnächst wieder mit uns Kontakt aufnehmen. Dann wissen wir auch, ob Jamila bei uns bleiben wird.

November 2014: Wir gehen davon aus, dass Jamila bei uns bleiben wird. Sie ist trotz allem, was sie in ihrem kurzen Leben erlebt hat, ein fröhliches Kind und genießt es von unseren kleinen Mamas (beispielsweise Mona oder Sarah) bemuttert zu werden.

März 2015: Anfang März war ein Ärzteteam aus Nairobi im County (ehemals District) Hospital in Msambweni und hat dort Kinder mit Hasenscharten operiert. Da wir hierfür 2 Operationstische zur Verfügung gestellt haben, haben sie Jamila in ihr Programm aufgenommen und kostenlos operiert.
Jamila kann nun ihren Mund schließen und wir gehen davon aus, dass es für sie auch optisch eine Verbesserung bedeutet, sobald alles abgeschwollen ist und sich die Fäden aufgelöst haben.

Januar 2016: Jamila wurde Ende 2015 erneut von dem Ärzteteam aus Nairobi kostenlos operiert und es konnte eine optische Verbesserung erzielt werden. Sie ist manchmal etwas launisch, aber ansonsten ein fröhliches und aufgeschlossenes Kind und sehr aktiv in der Babygruppe des Kindergartens.

November 2019: Jamila geht inzwischen in die 1. Klasse und hat uns in der Vorschule mit guten Leistungen überrascht. Sie ist sehr lebhaft und kommunikativ und eine bevorzugte Spielkameradin von Natalie. Sie hat sich positiv verändert, ist eine aufmerksame Beobachterin und versucht zumindest mit ihren Spielkameraden gut auszukommen. Sie ist hin und wieder schon noch etwas bockig, aber es wird besser.