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Schule und Kindergarten
Seit Jahren ist eines unserer vorrangigen Ziele eine eigene Schule, um unseren und anderen Kindern eine kindgerechte und gute Schulbildung zu bieten.
In vielen afrikanischen Schulen werden heute noch militärische Schulregeln praktiziert und angewandt. Kinder werden mit Stöcken geschlagen oder müssen zur Strafe stundenlang auf Knien ausharren, mit den Händen über dem Kopf. Die Lehrer sind meist überfordert und schlecht ausgebildet, die Schulgebäude in marodem Zustand, und es gibt oft keine oder nur sehr unhygienische Toiletten. Lehrmaterial fehlt oft, und es gibt vor allem in öffentlichen Schulen kaum Schulbänke, sodass die Kinder häufig, auch bei Regen, auf dem blanken Boden sitzen müssen. Fächer wie Kunst oder Musik fehlen meist völlig, und das Sportangebot beschränkt sich auf Fussball spielen.
Zum Teil haben die Schüler täglich von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr Schule und am Samstag von 08:00 - 12:00 Uhr, danach einen langen Nachhauseweg und dann noch oft bis in die Nacht hinein und in den Wochenenden Hausaufgaben zu bewältigen.
Wo darf hier noch ein Kind ein Kind sein?
Wir haben es mit verschiedenen (öffentlichen & privaten) Schulen versucht, das Jugendamt, die Polizei und sogar das zuständige Ministerium über die Missstände informiert: ohne nennenswerten Erfolg. Daher freuen wir uns, dass nach all den Jahren des mehr oder weniger hilflosen Zusehens die körperlichen und seelischen Misshandlungen unserer Kinder ein Ende haben, und wir Ende 2007 den Grundstein für die eigene Schule legen konnten.
Nice-View Schule mit Kindergarten
Im September 2008 begann dann ein neuer Abschnitt im Kindergarten- und Schulprojekt auf dem Nice-View 2-Gelände. Die Kinder zogen aus den provisorischen Räumlichkeiten im sogenannten Mädchenhaus in das neue Schulgebäude.
Hier können nun knapp hundert Schüler unterrichtet werden, so dass mehr Kinder aus dem Dorf Msambweni aufgenommen werden können. Die Schule wird im modernen britischen System 6:4:2 betrieben. Sechs Jahre gehen die Kinder zur Primary (Junior) School, vier Jahre zur Secondary (Senior) School und können nach zwei weiteren Schuljahren A-Level (vergleichbar mit Abitur) erreichen.
Das Ziel ist nicht einen Profit zu erwirtschaften; die anfallenden Kosten wie Lehrergehälter werden durch moderate Schulgebühren gedeckt. Diese sind so festgelegt, dass es sich auch ärmere Familien leisten können ihre Kinder in unsere Schule zu schicken. Darüber hinaus werden auch einige sehr arme Kinder von uns oder einer Stiftung gesponsert.
Hochwertige Schulbücher und Schulmaterial wird von uns zu Verfügung gestellt.
Im ganzen Distrikt Msambweni, sowie Kwale, ist unsere Schule die einzige, die auch Kindern aus ärmeren Familien eine solch vielfältige Schulausbildung ermöglicht. Nun haben auch Kinder aus sozial schwachen Familienkreisen die Möglichkeit, einen eigentlich teuren international anerkannten Schulabschluss zu erlangen.
Neue Einrichtungen im Schulgebäude sind ein Lehrerzimmer und ein Computerraum.
Neben Unterrichtsfächern wie Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften, Kisuaheli, Französisch, Deutsch, Musik, Kunst, Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde, Ethik und Sport freuen wir uns, dass wir für interessierte Kinder auch Arbeitsgemeinschaften wie Taekwondo, Ballet oder Theaterspielen anbieten können.
Des weiteren haben wir uns entschieden allen Kindern ein zweites Frühstück sowie ein Mittagessen zu servieren. Um alle gleich zu stellen erhalten die Kinder von außerhalb außerdem Bekleidung, Schuhe und Schulranzen von uns, welche wir aus Deutschland erhalten haben.
Zukunftspläne:
Zurzeit gibt es in Nice View nur ein Primary School-Angebot und unsere älteren Kinder können leider bisher noch nicht an unserer Schule unterrichtet werden. Für die geplante Ausweitung auf eine Secondary School wurde mit dem Bau von weiteren Klassenräumen begonnen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| School_Proposal_Nice-View-Gratitude-Academy.pdf | 132.42 KB |


