Bericht von Sigrid Hauschildt

Schon seit längerem hatten wir den Wunsch eine Patenschaft für ein Kind in Afrika zu übernehmen.

Schon seit längerem hatten wir den Wunsch eine Patenschaft für ein Kind in Afrika zu übernehmen.

Im Internet wurden wir auf die Seite des Vereins Schwarz-Weiß der Fam. Dürr aufmerksam. Was hier auf Initiative einer einzelnen Frau und mit Hilfe ihrer Familie innerhalb von nur 10 Jahren entstanden ist, hat uns sehr beeindruckt. Wir wollten diesen bewundernswerten Einsatz unterstützen und auch einen kleinen Beitrag dazu leisten.
 
Im Juli 2008 stellten wir beim Projekt Schwarz – Weiß e.V. einen entsprechenden Antrag und so wurde Leah unser Patenkind.
 
Ständig informierten wir uns im Internet über das Nice-View-Children`s-Village in Msambweni und besonders über unser Patenkind Leah. Letztendlich folgte der Entschluß, wir wollen alles mit eigenen Augen sehen.
 
Für das Jahr 2009 war noch kein Urlaub geplant und so stand schnell fest, unser nächstes Urlaubsziel heißt Kenia. Telefonisch und per E-Mail nahmen wir mit Gudrun Kontakt auf und fragten an, ob ein Besuch möglich ist. Sie lud uns ganz herzlich ein, ihr Projekt und ihre „Big Family„ kennenzulernen.
 
Am 31.08.09 war es dann endlich so weit. Nach 9 Stunden Flug landeten wir in Mombasa ,wo bereits ein Taxi, das Gudrun für uns organisiert hatte, auf uns wartete, um uns in das 50 km entfernte Kinderdorf nach Msambweni zu fahren. Freundlich wurden wir von dem Taxifahrer (den Namen wissen wir leider nicht mehr) in Kenia begrüßt und sicher ins Kinderdorf gebracht.
 
Von Edi, Gudruns Ehemann , wurden wir in der gepflegten Anlage des Kinderdorfes empfangen. Der Kontrast , zu dem was wir auf der Fahrt zum Kinderdorf gesehen haben, war enorm.
 
Bei einer Tasse Kaffee gab er uns einen kurzen Einblick in das Leben im Kinderdorf. Gudrun kam später hinzu und erzählte ausführlich über das bisher Geschaffene und das, was noch geplant ist, und über die vielen Probleme, die tagtäglich zu bewältigen sind.

Aus jedem ihrer Worte war die Begeisterung zu ihrem

Projekt und besonders die Liebe zu „Ihren„ Kindern zu spüren.

Die Schulferien gingen zu Ende und in drei Tagen sollte das neue Schuljahr in Nice View beginnen. Obwohl dafür noch viel vorzubereiten war, nahm Gudrun sich die Zeit, uns in Nice View I und II herumzuführen. Auch konnten wir die Schreiner-Werkstatt, die sich einige Kilometer entfernt vom Kinderdorf befindet, kennenlernen.
 
Von den Kindern wurden wir ganz liebevoll begrüßt. Die größeren Kindern stellte sich mit ihren Namen vor und die kleineren nahmen uns gleich an die Hand, um mit uns zu spielen. Wir waren sehr gerührt von so viel Herzlichkeit. Auch Leah, unser Patenkind konnten wir gleich am ersten Tag kennenlernen. Ihre anfängliche Schüchternheit legte sich bald und wir lernten sie als ein fröhliches und aufgewecktes Mädchen kennen.
 
Wir verbrachten zwei wunderschöne und unvergeßliche Tage im Nice View Childrens Village. Die Zeit mit den Kindern verging viel zu schnell und bald hieß es Abschied nehmen.
 
Nach dem Besuch des Kinderdorfes stand für uns eine 3-tägige Safari durch Tsavo-Ost und –West auf dem Programm. Für die restlichen Urlaubstage hatten wir ein Ferienhaus in Diani Beach gemietet.
 
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Monika Ndoli von „Monika Tours & Safaris“ ganz herzlich bedanken (...und etwas Werbung machen). Unser Kenia-Aufenthalt wurde von ihr und ihrem Team maßgeschneidert und perfekt für uns organisiert.
 
Vor unserer Abreise aus dem Kinderdorf hatten wir mit Gudrun abgesprochen, dass wir nach unserer Safari mit einigen Kindern noch einen Tagesausflug machen. Da Gudrun leider nicht mitkommen konnte, begleitete sie Cosmas. 
 
Wir trafen uns in Diani Beach und fuhren als erstes zu einer Schlangenfarm.
Von den Schlangen zum Anfassen bis zur giftigen Puff Otter konnten wir hier alles
kennenlernen. Am Besten fanden die Kinder aber die kleinen Schildkröten.
 
Anschließend ging es in das „Hollywood Speiserestaurant“ nach Ukunda.
Zum Mittagessen gab es auf Wunsch der Kinder „Chips and Chicken“,
dazu Fanta oder Sprite und als Nachtisch ein Eis aus der Eisladen nebenan. Zum Tagesausklang konnten die Kinder noch am Strand in unserer Ferienhausanlage herumgetoben und ein Bad im Indischen Ozean nehmen. 
 
Dann hieß es aber endgültig Abschied nehmen, was uns allen sehr schwer fiel. Es ist schon ein großer Unterschied ob man das Kinderdorf und die Kinder im Internet betrachtet, oder ob man direkt in die leuchtenden Kinderaugen schauen kann.
 
Wir möchten allen, die uns dieses unvergeßliche Erlebnis ermöglicht haben noch einmal danken.
 
...Gudrun und ihrer Familie für ihre Gastfreundschaft und für die Zeit, die Sie für uns hatten.
 
...Suleiman für den sehr guten Service in unserer Unterkunft.
 
...Shedrak und seinen Helfern für das ausgezeichnete Essen.
 
... den Kindern für die herzliche Aufnahme, für Euer Lächeln und für Eure Lieder mit denen Ihr euch von uns verabschiedet habt.
 
... Cosmas, für seinen Fahrdienst während unseres Tagesausfluges und auch           Martina Domke. Ohne ihr perfektes Englisch, hätte es bestimmt des öfteren Verständigungsprobleme gegeben. 
 
Diesen Besuch und die vielen Eindrücke werden wir nie vergessen.
 
Wir wünschen Dir, liebe Gudrun, weiterhin so viel Schaffenskraft und noch viele weitere Paten und Sponsoren, denn man kann sicher sein, dass jeder Cent im Interesse der Kinder sinnvoll eingesetzt wird.
 
Kwaheri
 

Sigrid und Eckart Hauschildt