Besucherbericht von Astrid und Wilfried Sommer (Juni 2010)

Endlich war es wieder so weit! Die Koffer waren gepackt! Natürlich wurden sie erst noch einige Male aus und eingepackt, bis das Gewicht bis auf das letzte Gramm ausgenutzt war! Am 21.5 um 18:00 Uhr brachte uns dann unser Sohn zur Bahn in Richtung Köln.Von dort ging es dann mit dem ICE nach…

Endlich war es wieder so weit! Die Koffer waren gepackt! Natürlich wurden sie erst noch einige Male aus und eingepackt, bis das Gewicht bis auf das letzte Gramm ausgenutzt war! Am 21.5 um 18:00 Uhr brachte uns dann unser Sohn zur Bahn in Richtung Köln.Von dort ging es dann mit dem ICE nach Frankfurt. Dort sollte der Flieger um 23.30 nach Mombasa starten.Wir freuten uns riesig. Doch dann die Ernüchterung! Der Flieger würde Verspätung haben! Ein defektes Teil mußte aus London geordert werden. Erst eine halbe Stunde, dann eine Stunde und dann saßen wir um 4 uhr immer noch in der Abflughalle! Endlich um 4:19 Uhr konnten wir starten!

Der Flug war ruhig und wir kamen bei Regen am späten Nachmittag in Mombasa an.Von dort ging es zu unserem Hotel Diani Sea Resort. Am Mittwoch der ersten Woche gingen wir auf Safari nach Tsavo. Leider ist der Park zur Zeit soooooo grün, das die Tiere sich wunderbar verstecken können. Aber die wundervollen Landschaften haben uns voll entschädigt. Nach unserer Rückkehr, schrieb ich Gudrun, dass wir für den Dienstag ein Taxi bestellt haben, um Nice View zu besuchen. Um 10 Uhr stand das Taxi, auch wie mit unserem Safarifahrer verabredet ,vor dem Hotel. Es war aber nicht unser Safarifahrer, sondern ein Bekannter, da Maushad schon wieder auf Safari sei.

Ich fragte ihn, ob es bei dem verabredeten Preis bliebe, worauf er meinte wir müssten noch 5 Dollar drauflegen! Wir wollten keinen Sress und bezahlten den gewünschten Preis. Dann fuhr uns Kenia (so sollte sein Name sein) nach Msambweni. Als wir in Nice-View I  ankamen, wurden wir wieder sehr freundlich von allen begrüßt. Wir lernten Uschi und Eberhard Krumme kennen und verstanden uns sofort. Auch sie waren aus dem selben Grund dort wie wir. Nach einem kurzen Schwätzchen fuhren wir alle gemeinsam zu dem neuen Klinikbau. Es war sehr beeindruckend für uns was dort auf die Beine gestellt wird. Der Elektriker ging mit uns durch alle Räume und erklärte was dort einmal entstehen werde.

Danach ging es zu Nice View II. Dort wurden wir von allen Kindern überrannt! Mit fröhlichem "Hallo" wurden wir begrüßt. Es war ein Feiertag und die Kinder hatten keine Schule. Wilfried wurde sofort zum Fußballspielen eingespannt. Ich ging die neuen Gebäude anschauen. Die Jungs bewohnen vorübergehend das Brunnenhaus, aber bald werden sie in ein anderes Haus umziehen, welches so aufgebaut ist wie das Mädchenhaus. Man trifft sich in der Mitte und alle anderen Räume sind drumherum.

Danach zeigte mir unser Patenkind Lavender "IHR" Zimmer, Bett und alle Habseligkeiten und wir quatschen ein wenig von Frau zu Frau. Dann war Lunchtime und alle Kinder versammelten sich im Mensabereich. Unser zweites Patenkind Joseph hatten wir noch nicht gesehen, da er unterwegs war wegen neuen Schuhen. Auch wir mußten zurück nach Nice View I, da Gudrun mit dem Mittagessen auf uns wartete. Es gab eine köstliche Suppe mit Pfannkuchenstreifen und danach noch einen leckeren Pfannkuchen mit Marmelade. Als Dessert gab es frisches Obst, welches einem dort fast bis auf den Teller wächst!

Zu unserer Freude konnten wir jetzt auch Joseph begrüßen. Er hat sich zu einem ganz tollen Burschen entwickelt. Nach kurzer Zeit kamen einige Mädchen, darunter auch Lavenda, zu Fuß aus Nice View II. Wilfried und Joseph trugen ein Tischfußballmatch aus, ich ging mit Lavenda zu den Babies. Zum Schluß überreichten uns Lavenda und Joseph noch einen lieben Brief mit vielen Herzchen und Blümchen, in dem sie sich für die Geschenke bedanken .

Wir waren sehr gerührt. Beim Abschied von den Kindern hatte ich einen dicken Kloß im Hals!

Aber ....wir kommen wieder! In der Zwischenzeit hatte Gudrun uns mitgeteilt, dass sie unseren Taxifahrer weggeschickt hatte. Er war pampig geworden, wollte nicht solange warten und wir hätten sowieso zu wenig bezahlt! Freundlicherweise kam Kevin, ein Fahrer aus Ukunda, uns abholen. So waren wir am Abend müde, aber rundum zufrieden wieder in unserem Hotel.

Gelernt haben wir.....erst fahren....dann bezahlen! (Zumindest bei Leuten die man nicht kennt!)

Es war ein toller Tag und wir danken Gudrun, den Kindern und allen Angestellten für die Freundlichkeit, Herzlichkeit und Wärme,die man uns entgegen gebracht hat! DANKE!

Astrid und Wilfried