Unser Besuch in Nice View am 22. November 2013

von Familie Eder:Als unser Sohn noch klein war, hat er seine beiden Schwestern (Marina und Ramona) immer Mia und Mona genannt. Was lag also näher, als eine Patenschaft für die beiden kenianischen Zwillingsmädchen Mia und Mona aus Nice View zu übernehmen.

von Familie Eder:

Als unser Sohn noch klein war, hat er seine beiden Schwestern (Marina und Ramona) immer Mia und Mona genannt. Was lag also näher, als eine Patenschaft für die beiden kenianischen Zwillingsmädchen Mia und Mona aus Nice View zu übernehmen.

Endlich -  im November 2013 – unser Jahresurlaub. Da wir die beiden Mädchen unbedingt einmal persönlich kennenlernen wollten und uns Nice View ansehen wollten, entschlossen wir uns, nach Kenia, Diani Beach zu fliegen.

Dann war es soweit und wir besuchten Nice View. Gudrun war so lieb und hat uns Kevin als Taxifahrer organisiert. Sonst hätte man Nice View wahrscheinlich nicht so leicht gefunden. Die Kinder hatten schon Schulferien und kamen alle mit fröhlichem Lachen, um uns die Hand zu geben und uns zu begrüßen.

Josephine führte uns durch das ganze Dorf und zeigte uns Alles – über die Mädchen und Jungenzimmer, mit den liebevoll bemalten Wänden, die Schlafräume mit den Puppen und Teddys auf den Betten, bis zu den Schulräumen (mit deutschen Vokabeln an der Tafel), die Küche, bis über die Sanitärräume und Garderoben, in denen ganz ordentlich die Jacken hingen, die Schulranzen aufgestellt waren und die Schuhe in Reih und Glied standen. Es war sehr beeindruckend.

Wilbroda hantierte mit ihren Kollegen in der Küche, damit alle Kinder nachher satt werden. Bis jetzt waren sie aber auf dem Sportplatz und haben verschiedene Spiele gespielt. Hungrig kamen die Kinder zurück, haben sich die Hände gewaschen und sich ihr Essen geholt. Auch wir wurden eingeladen mitzuessen und ich muss sagen, es war sehr, sehr lecker. Asante sana.

Die Kinder nahmen noch mit strahlenden Augen ein paar kleine Geschenke entgegen. Gudrun erzählte uns ihre ganze Geschichte. Das Gefühl, das sie hatte, als sie das erste Mal in Kenia war und genau wusste, dass das ihre neue Heimat werden sollte. Außerdem wollte sie 3-4 Kinder in ihr Heim aufnehmen, um ihnen zu helfen. Dass daraus sehr schnell sehr viel mehr werden würden, zeichnete sich bald ab. Mit Hilfe ihrer ganzen Familie baute sie Nice View auf – die wunderbare Zuflucht und das neue Zuhause für inzwischen über 50 Kinder zwischen 6 Monaten und 18 Jahren.

Selbst danach kümmert sie sich noch um „ihre Kinder“ und organisiert mit Helfern Ausbildungsplätze und Wohnungen für sie.

Vielen lieben Dank, liebe Gudrun, dass wir die Gelegenheit bekommen haben, so nah und persönlich alles zu erleben.

Wir können nur sagen: aller größten Respekt, über das, was Gudrun mit ihrer Familie hier aufgebaut hat und jeden Tag aufs Neue leistet. Hier weiß man, dass der kleine finanzielle Beitrag, den man hier leisten kann, auch dort ankommt, wo er hingehört.

EINER ALLEIN KANN KEIN DACH TRAGEN (Spruch aus Afrika)

Nach allem, was wir erleben durften, hoffen wir, dass es noch ganz viele liebe Menschen gibt, die das Projekt Nice View und die Arbeit von Gudrun und der ganzen Familie Dürr unterstützen.